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Posted on by Benedikt

Bock auf zocken?

Köln hat endlich eine Kicker-Szene. Das zeigt der Rückblick auf die bald abgeschlossene zweite Saison.

Flyer Kickerliga k Kurz vor Schluss

Über Jahrzehnte war Tischfußball in Köln nicht mehr als ein unverbindlicher Kneipenspaß. Im Grunde ist er das immer noch. Aber noch nie hat dieser Spaß so dauerhaft so unterschiedliche Leute zusammengebracht, wie es der Kölner Kickerliga mittlerweile gelingt. Was vor etwa zwei Jahren mit einer legendären Guerilla-Aktion und einem Berg (fehlerhaft und daher schriftlich korrigierter) Flyer begann, hat sich zu einem stabilen und gut organisierten Betrieb entwickelt.

Mit der zweiten Spielzeit hat die Liga ein neues Niveau erreicht. Immerhin hatte sich zum Saisonbeginn die Zahl der teilnehmenden Mannschaften von 16 auf 28 und die der Mitspieler auf rund 300 erhöht. Und damit auch der Aufwand, einen geregelten Spielbetrieb auf die Beine zu stellen. Die Erfahrungen aus dem ersten Jahr, zusätzliche Unterstützung der ohnehin aufopferungsvoll malochenden Ligaleitung sowie das neue Liga-Tool halfen, diese Herkules-Aufgabe zu bewältigen.

In welchen Dimensionen sich der Aufwand bewegt, lassen die Zahlen zur nun fast abgelaufenen Saison erahnen: 28 Teams mit etwas mehr als 300 Spielern haben in vier Ligen an 18 verschiedenen Heimspielorten 178 Partien ausgetragen. Dazu kommen noch die ausstehenden Relegations- und Pokalspiele, die in den Kalenderwochen 46 und 49 bzw. auf der großen Abschluss-Party am 14. Januar ausgetragen werden. In insgesamt 3560 Sätzen wurden exakt 25.853 Tore erzielt.

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Bei so vielen Spielen gab es auch eine Reihe kurioser Ergebnisse und Zahlen. Das Team mit dem besten Tore-Schnitt war der Neueinsteiger und Liga-Zwei-Aufsteiger Blocktor Grünfeld. Das Team von der Aachener Straße kam im Schnitt auf 92 Tore pro Spieltag. Insgesamt fielen in jeder Partie durchschnittlich knapp 150 Tore.

Die engste Begegnung war ein Spiel in der Liga 3A. Dort trennten sich die Vollpfosten und Balla Balla Ehrenfeld mit 10:10 Sätzen und 79:76 Toren. Zu der höchsten, nicht am Grünen Tisch beschlossenen Niederlage kam es in der Parallelklasse 3B. Dort hämmerte Blocktor Grünfeld die Gäste Piff Paff mit 20:0 und 100:17 Toren weg.

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Die bitterste Niederlage kassierte Lottaleben Süd zuhause gegen die Zerstörer. Obwohl die Hausherren auf ein Torverhältnis von 74:70 kamen, verloren sie gegen den ungeschlagenen Meister nach Sätzen 8:12. Ähnlich lief es bei den Partien Cilit Bäng vs. Balla Balla Ehrenfeld (12:8 Sätze, 75:77 Tore), OFM Kölschflüsterer vs. Die Hand Gottes Grüne Wiese (11:9 Sätze, 74:75 Tore) und Torpedo Ehrenfeld vs. Soylent Green (8:12 Sätze, 75:74 Tore).

Zur nächsten Saison wird es neue Rekordzahlen geben: Wie es aussieht, werden noch einmal neue Teams hinzukommen, so dass mit vier Ligen á acht Mannschaften zu rechnen ist. Vielleicht erhöht sich ja dann auch die Frauenquote, die mit momentan 13 Prozent durchaus Luft nach oben hat. Wie es genau weiter geht, steht jedoch erst am Saisonende fest, wenn die Liga sich bei ihrer fetten Abschlusspartie feiern wird.

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